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Bewegung

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Motobecane Champion Campagnolo

Gestern noch habe ich über mein Sein sinniert, in Frage gestellt auf dem richtigen Weg zu sein und darüber nachgedacht, wo das alles hin gehen kann und wird. Heute bin ich keinen Schritt weiter, moniere aber ein neues Thema, was mich umtreibt.

Und das ist mein Leib.

Ich fühle mich derzeit zu unbewegt. Und das meine ich nicht im Sinne von politischen Entscheidungen, die mich anfassen und bewegen, sondern ganz konkret mein sportliches Pensum. Grundsätzlich bin ich gern in der Natur und wandere gern. Ich bewege mich auch am Abend für einen angenehmen 10 Km Spaziergang und hin und wieder gehe ich joggen und ich fahre gern Rennrad. Auf der anderen Seite tue ich das alles, um am Ende ohne nachzudenken alles mögliche essen zu können. Ich liebe Essen. Ich liebe das Snacken. Ich will das einfach so tun können. Also muss ich dafür was tun.

Seit ich aufgehört habe zu rauchen, nun schon 2 Jahre bin ich trocken, hat sich mein Appetit sehr verstärkt und ich habe locker 10 Kg zugenommen. Zigaretten wirkten bei mir immer schon appetitzügelnd. Nach dem Mittagessen bin ich erst mal Eine rauchen gegangen. Vorher auch. Vormittags zwischendurch. Am Nachmittag. Und erst recht am Abend. Und jetzt, jetzt snacke ich, wenn ich eigentlich eine Zigarette rauchen würde.

Und durch die Bewegung habe ich das im Griff. Derzeit bewege ich mich aber, in meiner Wahrnehmung, zu wenig. Das breitet sich dann auf meine generelle Fröhlichkeit weil Körperempfindung aus. Und dann vergraule ich mir damit natürlich auch das, was mir sonst Freude bereitet: nämlich viel Bewegung und unbeschwertes Essen danach.

Gestern war ich mal wieder eine Runde laufen, ich war innerlich stolz mich endlich aufgerafft zu haben, obgleich ich schon nach 300 Metern merkte, wie schlapp ich bin. Ich habe auch schon das Gefühl, es an anderen Stellen zu merken. Beim Treppensteigen.

Man darf das an dieser Stelle nicht überdramatisieren, ich sehe genaus so aus wie vor einem Jahr. Es ist vielmehr eine innere Betrachtung und Unzufriedenheit. Wie so oft.

Aber das ist auch ein bisschhen tagesformabhängig. Ich wiege ungefähr 112 Kg und das stört mich. Ich möchte am liebsten wieder bei 100 Kg ankommen. Rennradfahren, Joggen, alles ist leichter mit weniger Gewicht.

Diese Hundertzwöflkilo muss man erst mal übern Berg schleppn

Und das stimmt. Aber dann habe ich wieder appetit und snacke was nach dem Abendbrot und ich weiß auch nicht genau, aber ich durchbreche den Kreislauf nicht. Und das ist alles nicht dramatisch, es ist ein unwohlsein. Aber es nervt mich sehr. Eigentlich geht mir gerade alles auf die Nerven.

Vielleicht liegt das ja sogar daran, dass man ab 40 einfach weniger schnell regeneriert. Nach durchzächten Nächten. Nach Krankheiten. Nach dem fett werden wieder weniger fett sein.
Wahrscheinlich fehlt mir auch hier einfach ein neues Ziel. Gar kein sportliches. Aber ein Lebensziel motiviert auch andere Aspekte des Lebens, bringt Energie zurück und sorgt am Ende wieder zu mehr Freude und Motivation an Bewegung. Und dann wäre ich wieder dort, wo ich eigentlich immer sein möchte.

Es ist anstrengend.

thoughts, bewegung, rennrad

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