Cabriolet
Oh, was für ein paar schöne Tage. Da war ich am Donnerstag all die restliche Dinge und Aufgaben erledigen und am Abend ausufernd ein Bierchen trinken 1, schöne Gespräche führen und am Ende auch ein bisschen einen Kater haben. Neben Lakritz und Pino meine ich. Und Dann hab ich heute, am Samstag, endlich das Cabrio wieder zugelassen. Diesmal kein Nummernschild mit 242, das habe ich ja bereits auf dem anderen Motorwagen verbaut, sondern 424. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Persiflage einer großen belgischen EBM-Band und weiß, dass der Kenner weiß.
Ein guter Kumpel 2 ist auch da, zu Besuch übers Wochenende aus einem fernen Bundesland angereist und wir haben schon allerlei Schabernack getrieben 3 und zusammen die Autos gepflegt. Es gibt wenig entspannenderes als ein Auto zu pflegen, zu reden und gemeinsame Zeit zu verbringen. Außer vielleicht beim Bier.

Maschinen haben ja dieses Talent, einem sofort zu verzeihen, wenn man etwas falsch macht. Diesel im Beziner oder 10W40 im 0W30. Man selbst braucht dafür bekanntlich länger. Aber gut, dafür gibt es ja Lappen, Bier und Gespräche, die zwischen Unsinn, Urin und Wahrheit pendeln.
Später dann die Runde gefahren, mit diesem leicht überheblichen Gefühl, dass jetzt endlich wieder "Saison" ist. Die Luft noch kühl, aber die Sonne schon bemüht und die letzten Wassertropfen vertreibend. Wenn man dann so über die Landstraße gleitet, es war selbstverständlich auch ein kleines Stück Autobahn fürs VMax dabei, merkt man, dass das alles eigentlich gar nicht notwendig ist – aber eben genau deshalb wichtig. Der Kompressor summt sein leises, immer währendes Lied und man nickt zustimmend, als hätte man selbst etwas dazu beigetragen.

Autos sind nur Vorwand. Es geht um das Dabeisein, um dieses leicht gedehnte Zeitgefühl, in dem nichts drängt und alles darf. Im Radio läuft selbstverständliche 80s Power Metal und das Leben ist gut.
Und jetzt, wo sich der Tag langsam in die Nacht kippt, stellt sich dieses angenehme Gefühl ein, nichts mehr vorhaben zu müssen. Höchsten der Kneipenabend mit Freunden, um das Gefühl der Gemeinsamkeit, der Gruppe, dieses "Ich möchte Teil einer Bewegung sein", um das noch ein bisschen länger zu genießen.

Bis bald.